Redaktionsraum in der Sendlinger Straße: Schreibtisch mit ausgebreiteten Zeitungsseiten, zwei Redaktionsmitglieder bei der Seitenprüfung im Abendlicht

Redaktion & Über uns

Eine Redaktion aus München stellt sich vor

Current & Context ist ein unabhängiges Redaktionsmagazin mit Sitz in der Sendlinger Straße 37 in München. Wir arbeiten ohne Parteibindung und konzentrieren uns auf einordnende Analysen, investigative Recherchen und Hintergrundberichte.

Wer hier schreibt und warum

Dieses Verzeichnis erklärt, wie die Redaktion aufgebaut ist, welche Haltung die Arbeit trägt und welche Verantwortung wir gegenüber Leserinnen und Lesern übernehmen. Es ist kein Werbetext, sondern eine Arbeitsbeschreibung: Wer prüft was, woher kommen Themen, wie gehen wir mit Fehlern um.

Wenn Sie wissen wollen, wer hinter einem einzelnen Beitrag steht, finden Sie am Ende jedes Artikels eine Autorenzeile. Für Rückfragen, Kritik und Recherchehinweise gibt es die Kontaktseite — dort landet alles bei der Redaktion, nicht in einem Postfach ohne Zuständigkeit.

Zwei Redakteurinnen und Redakteure vergleichen zwei gedruckte Fassungen eines Beitrags am Konferenztisch

Jeder Beitrag läuft vor der Veröffentlichung durch zwei redaktionelle Hände — hier entsteht die zweite Fassung.

Wer wir sind

Ein kleines Team aus festen Redakteurinnen und Redakteuren, ergänzt durch freie Autorinnen und Autoren, die in ihren Themenfeldern eigenständig arbeiten. Alle Beiträge laufen durch mindestens zwei redaktionelle Hände, bevor sie erscheinen.

Wir sind in München ansässig, arbeiten aber überregional und beobachten die Deutschland betreffenden Debatten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft. Die freien Autorinnen und Autoren kennen ihre Felder oft genauer als eine zentrale Redaktion es könnte; deshalb entscheiden sie mit, wie ein Thema aufgebaut wird, während die feste Redaktion für Prüfung, Zuschnitt und Veröffentlichung verantwortlich bleibt.

Zuständigkeiten sind bei uns namentlich geklärt. Wer einen Text betreut, ist ansprechbar, wenn daran Kritik geübt wird — es gibt keine anonyme Stelle, hinter der eine Zuschrift verschwindet.

Journalistische Haltung

Ursachen und Wirkungen sichtbar machen, statt nur Ereignisse zu melden.

Eine klare Haltung ist uns kein Widerspruch zu Genauigkeit, solange sie begründet wird. Wir vertreten Positionen, wo sie sich aus dem Material ergeben, und lassen offene Fragen stehen, wo sie bestehen bleiben.

So unterscheidet sich ein Kommentar bei uns sichtbar von einer Analyse. Ein Kommentar ist als Standpunkt gekennzeichnet und trägt die Meinung der Autorin oder des Autors. Eine Analyse trennt Beobachtung und Deutung, nennt ihre Quellen und macht kenntlich, wo die Interpretation beginnt.

Wie wir Themen auswählen

Wir wählen Themen danach, ob sie eine Entwicklung zeigen, nicht ob sie eine Schlagzeile liefern. Politische Analysen, Wirtschaftsberichte, kulturelle Essays und Wissenschaftstexte werden nach denselben Kriterien geprüft.

  1. Entwicklung

    Zeigt das Thema eine Bewegung über Zeit — ein Muster, eine Verschiebung, eine offene Entscheidung? Ein einzelner Vorfall ohne Anschluss reicht uns in der Regel nicht.

  2. Belegbarer Kern

    Bei Recherchen prüfen wir vor einer Recherche, ob ein hinreichender Kern belegbar wäre. Ist er es nicht, sagen wir das auch — gegenüber Hinweisgebern und im Text.

  3. Zuständigkeit

    Welches Ressort erklärt das Thema am klarsten? Ein Beitrag wird nicht deshalb verschoben, weil er in ein anderes Ressort passen würde, sondern weil ein anderes ihn besser trägt.

  4. Gegenprüfung

    Vor der Veröffentlichung prüft eine zweite Person die Fakten, die Zitate und die Fragen, die offen geblieben sind. Offene Punkte stehen im Text, nicht in einer internen Notiz.

Über-die-Schulter-Aufnahme: Redaktionelle Prüfung eines Transkripts gegen handschriftliche Notizen auf dem Schreibtisch

Qualitätsjournalismus Deutschland

Was das für uns bedeutet

Der Anspruch heißt nicht, alles zu wissen, sondern prüfbar zu bleiben. Wir dokumentieren Quellen, benennen Unsicherheiten und korrigieren Fehler sichtbar.

Der Deutsche Journalisten-Verband greift Fragen zu Medienrecht und Quellenschutz in öffentlichen Debatten auf; solche Rahmenbedingungen betreffen uns, weil investigative Arbeit ohne Schutz nicht möglich ist. Wir verstehen sie als Arbeitsstandards, nicht als Belastung.

Praktisch heißt das: Quellen werden so dokumentiert, dass eine Nachprüfung durch die Redaktion möglich bleibt. Unsicherheiten stehen im Text und nicht in einer Fußnote. Korrekturen werden als Korrektur gekennzeichnet und nicht still eingearbeitet.

Was uns von anderen Magazinen unterscheidet

Die Medienlandschaft in Deutschland ist dicht. Große Wochenmagazine wie Stern oder DER SPIEGEL, Tagesmedien wie WELT und taz, Agenturen wie die Deutsche Presse-Agentur: Alle haben eigene Stärken und andere Schwerpunkte. Wir arbeiten kleiner, ohne eigenen investigativen Takt verpflichtet zu sein. Das erlaubt uns, auch unbequeme Fragen länger offen zu halten.

Tempo der Veröffentlichung

Feste Taktung mit mehreren Ausgaben pro Tag und Schwerpunkt auf Aktualität.

Kein eigener Nachrichtenrhythmus. Ein Thema erscheint, wenn der Kern geprüft ist.

Zahl der Autoren pro Text

Häufig mehrere Beteiligte je Beitrag aus Ressort, Desk und Bildredaktion.

Meist eine Autorin oder ein Autor, ergänzt um eine zweite prüfende Person in der Redaktion.

Umgang mit offenen Fragen

Offene Punkte werden zugunsten einer geschlossenen Darstellung meist gestrafft.

Offene Punkte bleiben im Text stehen und werden als solche benannt.

Nähe zur Quelle

Große Rechercheteams mit eigenem Akten- und Archivapparat.

Wenige Personen, dafür durchgehend dieselben: Hinweisgeber sprechen mit den Prüfenden selbst.

Die Gegenüberstellung beschreibt unterschiedliche Arbeitsweisen, nicht Bewertungen. Große Häuser leisten mit ihren Apparaten, was eine kleine Redaktion nicht leisten kann — und umgekehrt.

Die Ressorts der Redaktion

Jedes Ressort betreut eigene Themen und Standards. Die Ressortleitungen arbeiten eng zusammen, wenn ein Thema mehrere Bereiche berührt. Beiträge werden nicht deshalb verschoben, weil sie in ein anderes Ressort passen würden, sondern weil ein anderes sie klarer erklären kann.

Pinwand der Redaktion mit überlappenden Zeitungsseiten und Layoutabzügen, eine Hand heftet ein weiteres Blatt an

Politik & Analyse

Entscheidungen, Mehrheiten und ihre Vorgeschichte — eingeordnet statt protokolliert. Dazu investigative Recherchen, wenn ein Vorgang nur mit Dokumenten erklärbar wird, sowie Wirtschafts- und Finanzberichte für den Blick auf Zahlen hinter der Debatte.

Wirtschaft & Finanzen

Globale Finanztrends und ihre Folgen für deutsche Unternehmen, Haushalte und Kommunen. Wir nennen Zahlen mit Quelle und sagen, wo eine Prognose endet.

Kultur & Debatte

Essays und Autorenartikel zu gesellschaftlichen Streitfragen — dort, wo sich Argumente noch bewegen lassen und nicht schon festgelegt sind.

Wissenschaft & Technik

Wissenschaftliche Durchbrüche und technologische Innovationen, übersetzt in das, was sie praktisch verändern. Wir trennen, was belegt ist, was plausibel klingt und was noch offen ist — und schreiben die Unsicherheit mit, statt sie für eine glatte Erzählung zu streichen.

Wie wir mit Kritik umgehen

Kritik ist willkommen, Widerspruch ebenso. Wer einen Beitrag für einseitig hält, kann uns das schreiben; wir prüfen, ob die Kritik trägt, und antworten, soweit redaktionell vertretbar.

Leserbriefe werden gelesen, manche veröffentlicht. Wir nutzen Kritik, um Argumente zu prüfen, nicht, um sie zu neutralisieren. Trägt eine Kritik, ändern wir den Text und kennzeichnen die Änderung. Trägt sie nicht, erklären wir im Einzelfall, woran es liegt.

Wie wir Leser einbeziehen

Hinweise aus dem Publikum sind eine eigene Quelle. Wer einen Missstand kennt, kann auf uns zukommen; wir prüfen und melden uns zurück, sobald wir den Hinweis einordnen können.

Wir versprechen keine schnelle Antwort, aber eine ernsthafte Prüfung. Genau das macht den Unterschied zu einer Redaktion, die nur veröffentlicht. Für sensible Recherchehinweise nutzen Sie bitte den Weg über die Kontaktseite.

Was wir nicht tun

  • Keine vorgeschriebenen Inhalte und keine verdeckten Aufträge.
  • Keine Kaufempfehlungen und keine Anlagetipps.
  • Keine Berichte über Dinge, die wir nicht geprüft haben.
  • Kein Anspruch auf eine abschließende Wahrheit. Wo etwas unklar ist, steht das im Text.
  • Keine stillen Änderungen: Fehler werden korrigiert und als Korrektur gekennzeichnet.
  • Keine thematischen Vorgaben von Geldgebern an die Redaktion.

Wo die Redaktion sitzt

Sendlinger Straße 37, 80331 München. Von dort aus arbeiten wir an Recherchen, Analysen und Hintergrundberichten für ein überregionales Publikum in Deutschland. Anschrift und Kontaktwege sind unverändert; an dieser Struktur wird nicht gerüttelt.

Anschrift
Current & Context
Sendlinger Straße 37
80331 München, Deutschland
Telefon
+49 89 23067419
Erreichbarkeit
Mo–Fr: 09:00–18:00
Fassade des Redaktionsgebäudes in der Sendlinger Straße in München am frühen Abend, warmes Licht in den Bürofenstern

Kontakt ist per E-Mail und Telefon möglich. Hinweise, die geprüft werden sollen, erreichen uns über die Kontaktseite.

Häufige Fragen zur Redaktion

Wir bekommen diese Fragen oft. Wenn Ihre Frage hier fehlt, schreiben Sie uns — wir antworten, soweit redaktionell vertretbar.

Wer finanziert Current & Context?

Leserinnen und Leser finanzieren einen Teil des Magazins, der andere Teil stammt aus Eigenmitteln der Redaktion. Wir legen Wert darauf, keine thematischen Vorgaben von externen Geldgebern zu übernehmen. Interessenkonflikte werden im Text genannt, wo sie relevant sind.

Wie erfahre ich, wer einen Beitrag geschrieben hat?

Alle Beiträge führen eine Autorinnen- oder Autorenzeile. Wenn eine Recherche von mehreren Personen stammt, werden alle genannt. Wo jemand nicht genannt werden möchte, klären wir das vorher mit der Redaktion und dokumentieren die Gründe intern.

Wie lange dauert es, bis ein Hinweis geprüft wird?

Das ist sehr unterschiedlich. Manche Hinweise lassen sich in wenigen Tagen einordnen, andere erst nach Wochen. Wir melden uns zurück, sobald wir einschätzen können, ob ein Thema tragfähig ist, und sagen auch dann ab, wenn dem nicht so ist.

Wo finde ich die Standards, nach denen recherchiert und korrigiert wird?

Eine öffentliche Seite zu Recherche-Standards und Korrekturen erklärt, wie Quellen geschützt, Inhalte geprüft und Änderungen gekennzeichnet werden. Diese Seite ist Teil des redaktionellen Selbstverständnisses, nicht nur bei Beschwerden.

Leerer Redaktionsraum am frühen Morgen: Lesesessel am Fenster, gefaltete Zeitungen und eine Tasse Tee auf dem Beistelltisch

Lesen Sie, wie wir arbeiten — und schreiben Sie uns, wenn etwas fehlt.

Die Recherche-Standards zeigen im Detail, wie Quellen geschützt, Inhalte geprüft und Änderungen gekennzeichnet werden. Für Hinweise, Kritik und Rückfragen ist die Kontaktseite der kürzeste Weg zur Redaktion.

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